Миссионерские предприятия 40-х годов VI в. в контексте церковной политики императора Юстинианастатья

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1. Gratsianskij_M.V._Missionerskie_predpriyatiya_40-h_gg._VI... Gratsianskij_M.V._Missionerskie_predpriyatiya_40-h_gg._VI... 4,7 МБ 16 ноября 2014 [gratsianskiy]

[1] Грацианский М. В. Миссионерские предприятия 40-х годов vi в. в контексте церковной политики императора Юстиниана // ΚΑΝΙΣΚΙΟΝ: Юбилейный сборник в честь 60-летия проф. Игоря Сергеевича Чичурова. — Изд-во ПСТГУ Москва, 2006. — С. 57–101. Zusammenfassung. Der vorliegende Aufsatz stellt einen Versuch dar, die Missionsunternehmen der 40-er Jahre des 6. Jahrhunderts im Hintergrund der Kirchenpolitik Justinians zu schildern. Die Mission im eigentlichen Sinne (d.h. die Ausenmission) stellt dabei nur die Mission des Priesters Julianos zu den Nobaden dar, wobei die Mission Johannes von Ephesus als innere Mission zu bezeichnen ist. Bei der Beschreibung der letztgenannten Mission wird allein ihre konfessionelle Ausrichtung hervorgehoben: trotz seiner monophysitischen Überzeugungen taufte Johannes die kleinasiatischen Heiden im Sinne des chalkedonischen Glaubens. In Bezug auf die Missionierung Nubiens von selten des Priesters Julianos und seines Nachfolgers Longinos Ende der 60-er Jahre werden die Umstände ihrer Tätigkeit analysiert, wie diese ihren Niederschlag in der Kirchengeschichte von Johannes von Ephesus finden. Unter Heranziehung anderer, weniger umfangreicher Quellen wird relative Unzuverlässigkeit der Angaben Johannes' im Teile seiner Geschichte nachgewiesen, der den Vollzug und Erfolg des ganzen Unternehmens allein der Kaiserin Theodora zuschreibt. Im Aufsatz wird ein Versuch unternommen, zu beweisen, das die Initiative für die Mission in Nubien vielmehr von Kaiser Justinian ausging und von ihm vorbereitet worden war. Auf Grund der Analyse der zeitgenössischen und späteren Quellen unter weitestgehender Berücksichtigung unterschiedlicher Meinungen der Forscher wird darüber hinaus die Glaubwürdigkeit der Angaben der Annalen von Eutychios von Alexandrien über die ursprüngliche melkitische Angehörigkeit der neugetauften Nubier festgestellt. Die Lösung des Problems der ursprünglichen konfessionellen Angehörigkeit Nubiens scheint im richtigen Verständnis der geographischen Termini zu liegen, dië sich auf verschiedene Teile Nubiens beziehen, nämlich, wie sich griechische, koptische und arabische Bezeichnungen der Völker und der Königreiche Nubiens zueinander verhalten. Die gröste Aufmerksamkeit wird dabei der genauen Bestimmung des geographischen Terminus al-Marïs geschenkt. Anhand verschiedener Quellen wird gezeigt, das dieser Terminus sich allein auf Oberägypten und nicht auf Nobatien beziehen kann; deswegen ist seine Verwendung als Argument gegen die Richtigkeit der Angaben von Eutychios nicht statthaft (Abt. I). In der Abteilung II werden die Umstände der Tätigkeit Jakob Baradai beschrieben. Zuallererst wird gezeigt, das die monophysitische Tradition, welche die Ordination Jakobs dem Theodosios von Alexandrien zuschreibt, nicht verläslich ist. Vermutlich fand seine Ordination unter Beteiligung nicht-monophysitischer Bischöfe statt. Es wird auch mangelnde Glaubwürdigkeit der Angaben der monophysitischen Viten von Jakob festgestellt und die Tatsache hervorgehoben, das seine Tätigkeit vom kaiserlichen Hof aus kontrolliert und gelenkt wurde. Dabei wird auf die Rolle des abgesetzten Patriarchen Anthimos von Konstantinopel hingewiesen, die bestimmte Aufschlüsse erlaubt bezüglich seiner Teilnahme an der kirchlichen Politik Justinians in den 40-er Jahren, die auf die Vorbereitung der Verurteilung der Drei Kapitel hinzielte. Demnach wird postuliert, das die Mission und die Ordinationsarbeit Jakobs den Zwecken des Kaisers diente, dem es darum ging, für seine unionistische Kirchenpolitik neue Anhänger in den stark monophysitisch geprägten Gebieten des Ostens zu werben.

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