Die »disciplina silentii« und die Kommunikationsformen in der monastischen Tradition des 12. Jahrhunderts am Beispiel von Cluny und Cîteauxстатья

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[1] Редькова И. С. Die disciplina silentii und die kommunikationsformen in der monastischen tradition des 12. jahrhunderts am beispiel von cluny und cîteaux // Formen mittelalterlicher Kommunikation. Sommeruniversität des DHIP, 7.–10. Juli 2013/Formes de la communication au Moyen Âge. Université d’été de l’IHA, 7–10 juillet 2013, hg. von/dir. par Ralf Lützelschwab. — Vol. 11 of Discussions. — 2015. Von Anbeginn war die disciplina silentii typisch für die asketische Tradition innerhalb des europäischen Mönchtums. Die Kirchenreformbewegung des 12. und 13. Jahrhunderts, die eine strengere Beachtung der Benediktsregel nachdrücklich einforderte, entwickelte unterschiedliche Formen des asketischen Ideals, die jedoch eng an eine Selbstwahrnehmung der Mönche als Bewohner des Himmlischen Jerusalem gebunden waren. Das 12. Jahrhundert steht für den Wandel auf politischem, sozialem, wirtschaftlichem und religiösem Gebiet, für eine steigende Mobilität innerhalb der Bevölkerung, für die Entstehung von Städten nördlich der Alpen, für die Herausforderungen, mit denen sich das Mönchtum klassischen Zuschnitts konfrontiert sah und die vor allem darin bestanden, auf neue Realitäten angemessen zu reagieren. Die Benediktiner, die sich nun innerhalb der Städte wiederfanden, führten nicht nur ein strenges Schweigegebot, sondern auch eine Zeichensprache ein. Die Zisterzienser, die ihre Klöster fernab von Städten ansiedelten, folgen ebenfalls den Anweisungen der Benediktsregel in Bezug auf das Schweigen, akzentuieren ihre eigene Spiritualität einer harmonischen Existenz innerhalb des Konvents jedoch dahingehend, dass dort nicht nur symbolische, sondern auch verbale Kommunikation gepflegt wurde.

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